Nachberichte

Praxisseminar Wald-Wild 2018:
Wiederbewaldung von Windwurfflächen und Wildtiermanagement (Villach)


Populationsdynamik beim Rehwild und Anforderungen einer effizienten Regulierung, speziell in Wiederaufforstungsflächen
Dipl.Jagdw. Ing. Wolfgang OSWALD, Bezirksjm. Villach, Unternehmer

Der große Windwurf–waldbauliche Konzepte zur Wiederbewaldung–ein Überblick – Waldbauliche Zielsetzungen und öffentliche Mittel zur Wiederherstellung der Waldfunktionen.
Ing. Martin BRANDSTÄTTER, Bezirksforstinspektion Villach

Die Novelle des Kärntner Jagdgesetzes –Neue Chancen für Wald und Waldeigentümer? - Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich aus dem neuen Jagdgesetz für die Wildbewirtschaftung?
Mag. Nadja KAIDISCH-KOPEINIGG, BH Villach, Bereichsleitung
 
Forstliche und Jagdliche Behandlung von Windwurffächenim Kapruner Tal – ein Fallbespiel
Ing. Josef ZANDL, Gutsverwaltung Fischhorn, Salzburg


Erfolgreicher Waldumbau im Bereich der Waldbesitzervereinigung Holzkirchen (Bayern)  - Plädoyer für eine an den Belangen des Waldes orientierte Jagd als Grundvoraussetzung für den Aufbau zukunftsfähiger Wälder."
Michael LECHNER, Forstbetriebsgemeinschafft Holzkirchen e.V.

 

 

Exkursion: Laubholzbewirtschaftung in der Praxis
(Wolfsberg)

Hier finden sie einige Eindrücke von der Laubwaldexkurson 2018

 


Forstlicher Informationstag 2018

Hier finden sie die Vorträge der Referenten:


Forstwirtschaftlicher Lagebericht
Präsident Johannes Thurn-Valsassina

Kärntner Waldbericht
LFD DI Christian Matitz, Landesforstdirektion Kärnten

Kärntner Jagdgesetz NEU
GF Maga Freydis Burgstaller-Gradenegger, Juristin der Kärntner Jägerschaft     

Bäume brauchen Platz – Bewirtschaftung der Fichte
DI Dr. Gerd Rössler, Institut für Waldwachstum und Waldbau

Beitrag der Waldpflege zum „klimafitten“ Wald
DI Werner Ruhm, Institut für Waldbau und Waldwachstumsforschung des BFW

Die Fichte – fit für den Klimawandel aus genetischer Sicht?
Univ.-Prof. Dr. Dr. habil. Thomas Geburek, Institut für Waldgenetik des BFW

Videopräsentation über Generhaltungsbestände: „Für die Zukunft unserer Wälder“
Univ.-Prof. Dr. Dr. habil. Thomas Geburek, Institut für Waldgenetik des BFW und Markus Sallmanshofer; Student, Univ. f. Bodenkultur

 

 


Forstwesen – „Forstschutzproblematik nach Windwurfereignissen“

Forstschutz nach Windwurfereignissen. Rundholzlagerung – Forstschutzmaßnahmen notwendig?
DI Heinz Lick, Landesforstdienst Steiermark

Biologie, Schäden, Monitoring und Bekämpfung des Großen Braunen Rüsselkäfers (Hylobius abietis)
Ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Rudolf Wegensteiner, BOKU

Aktuelle Schädlingsauftreten in Kärnten und den Nachbarregionen: Fichtennestwickler, Fichtenquirlschildlaus, Eichennetzwanze, 1000-Canker-Krankheit, etc.
Priv.-Doz. DI Dr. Gernot Hoch, Bundesforschungszentrum für Wald

Massenvermehrung des mediterranen Pinienprozessionsspinners in Kärnten: eine Folge der Klimaerwärmung?
Univ.-Prof. i.R. Dr. Axel Schopf, BOKU

Borkenkäfer – des einen Feind, des anderen Freund! Das Zusammenleben von baumbewohnenden Hornmilben mit dem Buchdrucker
Mag. Dr. Sylvia Schäffer, Karl Franzens Universität Graz

 


v.l.n.r.: DI Heinz Lick, Dr. Gernot Hoch, DI Walter Wuggenig, Dr. Sylvia Schäffer, Dr. Rudolf Wegensteiner, Dr. Axel Schopf


Ossiacher Messe für Wald Holz und Energie

Vom 9. Bis 11. November 2017 veranstaltete der Kärntner Forstverein die Ossiacher Messe für Wald, Holz und Energie. Die Messe wurde am Donnerstag vor 500 Zuhörern und Zuhörerinnen am Beginn der Veranstaltung Forsttechnik im Bauernwald von KFV Präsident Johannes Thurn-Valsassina im Alban Berg Saal der Carinthischen Musikakademie eröffnet.


Feierliche Eröffnungen durch den Präsidenten des KFV Johannes Thurn-Valsassina im Rahmen von „Forsttechnik im Bauernwald – 30 Jahre“

Am Donnerstag kamen rund 450 Jugendliche aus Landwirtschaftlichen Fachschulen aus Kärnten, Salzburg und Osttirol nach Ossiach um die Vorträge von Subprior OFM DI Mag. Johannes Wohlmacher (Stift Schlägl), FOL Ing. Anton Freithofnig (LFS Stiegerhof) und AL DI Dr. Gerhard Reeh(SVB) zu folgen. Als Höhepunkt führte Moderator DI Johannes Kröpfl mit Abfahrtsolympiasieger und Landwirt Fritz Strobl ein Interview mit dem Titel „ Durch die Mausefalle zur Arbeitssicherheit“.

Johannes Wohlmacher der Forstmeister des Stiftes Schlägl hielt einen Vortrag mit dem Titel – Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Verantwortung für die Schöpfung. Die Wälder des Stiftes Schlägl werden seit Mitte 1960 nach dem von Oberforstmeister DI Heinrich Reininger eingeführten Prinzip der Zielstärkennutzung bewirtschaftet. Durch die Entnahme einzelner starken Stämme werden die Altersklassenwälder in Dauerwald übergeführt. Die konsequente Anwendung der Zielstärkennutzung führt langfristig zum Plenterwald. Der Plenterwald zeichnet sich durch das Nebeneinander aller Dimensionen und Altersstufen der Bäume auf kleiner Fläche aus. Das Charakteristikum für die Nachhaltigkeit ist der Einzelbestand und nicht mehr die ganze Betriebsklasse. Die Eingriffe, die im Gleichgewicht mit dem Zuwachs erfolgen, sind Ernte und Pflege zugleich.
Eine Ethik des Waldnutzens erklärte Wohlmacher den Zuhörern und Zuhörerinnen mit der Aussage – Handle sachgerecht. Die Behandlung und Nutzung von Wäldern und Waldflächen hat auf eine Weise und in einem Ausmaß zu geschehen, dass deren biologische Vielfalt, Produktivität, Verjüngungsfähigkeit, Vitalität sowie deren Fähigkeit, die relevanten ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen gegenwärtig und in der Zukunft zu gewährleisten, auf lokaler, nationaler und globaler Ebene erhalten bleiben, ohne anderen Ökosystemen Schaden zuzufügen (Helsinki 1993; Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder).Mit der Weisheit „Wir erben sie nicht von unseren Eltern , sondern leihen sie von unseren Kindern“ beendetet Johannes Wohlmacher seinen Vortrag.

Anton Freithofnig von der landwirtschaftlichen Fachschule Stiegerhof setzte in der Vortragsreihe fort und referierte unter dem Thema – Nachhaltig und wirtschaftlich rücken mit dem Pferd. Herrn Freithofnig war es ein großes Anliegen die Pferderückung den jungen , zukünftigen Hofübernehmern und Hofübernehmerinnenzu präsentieren, da diese neben der heutigen ständig wachsenden Mechanisierung in der Forstwirtschaft auch als als ergänzende Möglichkeit eingesetzte werden kann. Die Vorlieferung mittels Noriker oder Haflinger ist eine bestandes- und bodenschonende Methode der Holzbringung.

Im Anschluss interviewte Moderator DI Johannes Kröpfl den Abfahrtsolympiasieger und Landwirt Fritz Strobl. Sicherheit ist eines der wichtigsten Dinge, betonte Fritz Strobl. Sei es beim Sport oder auch bei der Waldarbeit. Für seinen Beitrag wurde Fritz Strobl von DI Johannes Kröpfl mit einem Protos Integral der Firma Pfanner Schutzbekleidung geehrt.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Moderator DI Johannes Kröpfl mit Abfarhstolympiasieger Fritz Strobl im Gespräch über Arbeitssicherheit

AL DI Dr. Gerhard Reehreferierte am Ende der Vortragsreihe mit einer Präsentation, welche den Titel  – Zahlt sich Arbeitssicherheit aus? trug. Anhand von praxisnahen Beispielen und Situationen aus seiner täglichen Arbeit sensibilisierte er die Zuhörer und Zuhörerinnen für ihre bevorstehende Arbeit am eigenen Betrieb oder in ihrem weiteren Berufsweg. Das tragen der Persönlichen Schutzausrüstung und die Funktionalität der in der Land- und Forstwirtschaft verwendeten Maschinen und Arbeitsmitteln steht an oberster Stelle. Die richtige Aus- und Weiterbildung ist die größtmögliche Chance Unfälle zu verringern, wenn nicht sogar zu verhindern und somit die Arbeitsunfälle in der österreichischen and- und Forstwirtschaft zu dezimieren.

Den Abschluss dieser Veranstaltung bildete die Premiere des neuen SVB Beratungsfilmes – Waldarbeit mit Sicherheit.

 

Ehrung der Mitwirkenden des Beratungsfilmes der SVB v.l.n.r. DI Dr. Gerhard Reeh; Johann Duller; Ing. Dieter Seebacher; Claudia Huber; Weltmeister Mathias Morgenstern; Maxi und Sphie Kleine; DI Johannes Kröpfl

Beim anschließenden Forstquiz bei dem die Schülerinnen und Schüler mit Fragen zum Vormittagsprogramm und forstlichen Fachgebieten konfrontiert wurden, setzte sich Daniel Ertl vom Litzlhof bei den Burschen und Anja Schludermann vom Goldbrunnhof bei den Mädchen gegen die starke Konkurrenz durch. Bei der Siegerehrung ließen es sich die Ehrengäste nicht nehmen die wertvollen Preise persönlich zu übergeben.

 

 

Siegerehrung Forstquiz Damenwertung: h.v.l.n.r. DI Johannes Kröpfl, Siegfried Huber, Lilli Nageler, LR DI Christian Benger, Schludermann Anja, LK-Präsident Johann Mössler, Magdalena Kraxner, KFV-Präsident Johannes Thurn-Valsassina, Ing. , Ing. Hannes Karpjuk, DI Johann Zöscher

 

Siegerehrung Forstquiz Burschenwertung:

1 Reihe h v.l.n.r.: DI Johannes Kröpfl, SVB Obm.Siegfried Huber, LR DI Christian Benger, LK-Präsident Johann Mössler, Kraxner Magdalena, KFV-Präsident Johannes Thurn-Valsassina, Ing. Hannes Karpjuk, DI Johann Zöscher

2 Reihe v.l.n.r.: Urch Pascal, Ertl Daniel, Ainetter Christian, Urabl Simon, Kollitsch Daniel, Mössler Daniel und Hubmann Rene

Am Zweiten Tag der Seminarreihe, im Zuge der Ossiacher Messe für Wald, Holz und Energie wurde die Veranstaltung am Freitagvormittag unter dem Titel – „Schilda im Wald“ abgehalten. Als Vortragende konnte Frau Mag. Stefanie Wieser vom BFW gewonnen werden. Die ehemalige Juristin der Land&Forst Betriebe Österreich und Autorin des Praxishandbuches „Rechtssicherheit bei der Beschilderung im Wald“ lieferte sehr interessante Beträge zum heiklen Thema. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich mit sehr lebhaften und praxisorientierten Diskussionen und Fragestellungen am Seminar. Unter den Anwesenden wurde eine komplette Tafel – „Befristetes forstliches Sperrgebiet“ samt Zusatztafeln verlost.

 

v.l.n.r. Stefanie Wieser (BFW), Gewinner Markus Mössler und DI Martin Huber

Den Abschluss der Vortragsreihe der Messe bildete das Seminar Risiko Waldbrand.
Mit den Beiträgen von Ao.Univ.Prof. DI. Dr. Harald Vacik (BOKU), Bezirksforstinspektionsleiter von Villach DI Peter Honsig-Erlenburg und seitens der Landesfeuerwehr Kärnten Ing. Stefan Wernig wurde das sehr aktuelle und risikoreiche Thema mit den Besucherinnen und Besucher der Messe näher erarbeitet.
Über die aktuelle Waldbrandsituation in Österreich und Kärnten, sowie Gefahren und Ursachen und in weiterer Folge die Prävention eines solchen Ereignisses berichtete Herr Harald Vacik. In Zuge der österreichischen Waldbrandforschung, welche von der Universität für Bodenkultur betreut wird, können das Auftreten, die Verteilung und Charakteristika von Waldbränden in diversen Forschungsprojekten genauer analysiert werden. Unter den Möglichkeiten zur Vorbeugung wurde die Abschätzung der Waldbrandgefahr sowie des Weiteren die Möglichkeiten in der Waldbewirtschaftung diskutiert. Eines der wichtigsten Instrumente stellte die Öffentlichkeitsarbeit dar. Hiermit werden Mensch und Gesellschaft für die Thematik Risiko Waldbrand sensibilisiert und besser aufgeklärt.
Die forsttechnischen und waldbaulichen Aspekte erläuterte Herr Bezirksforstinspektor DI Peter Honsig-Erlenburg genauer. Unter der Problematik des Waldzustandes (Windwurfflächen, Borkenkäfer, Nutzung und Bringung) wurden das Beispiel Bleiberger Erzberg (2003) und Göriacher Alm (2015) näher besprochen.

Stefan Wernig erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren, dem Osterreichischen Bundesheer sowie der Bezirksforstinspektionen immer wieder auf die Probe gestellt wird. Waldbrände erfordern bei der Bekämpfung ein anderes Denken. Unter den Aspekten Zugfahrt, unwegsames Gelände, wie lange brauche ich zum Eisatzort? Und vielen weiteren Ansichtspunkten ist es möglich erfolgreich und unter höchster Arbeitssicherheit einen Waldbrand zu bekämpfen. Anhand des Waldbrandes auf der Göriacher Alm (2015) im Bezirk Spittal an der Drau informierte Herr Wernig den Anwesenden über die gute Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen.

 

v.l.n.r. : Ing. Stefan Wernig, Gewinner Jakob Wernig, DI Peter Honsig-Erlenburg, DI Dr. Harald Vacik und DI Martin Huber

 

Modernste Technik auf der Ossiacher Messe

Während der drei Messetage stellten ca. 90 Aussteller am und um das Gelände der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach des BFW ihre Produkte aus bzw. informierten sie die Besucher über ihre Dienstleistungen. Ca. 4.500 Besucher nutzten die Messe um sich über Neuigkeiten bei der Waldbewirtschaftung zu informieren.

 

Download: Vorträge

Forsttechnik im Bauernwald

Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Verantwortung für die Schöpfung (Subprior OFM DI Mag. Johannes Wohlmacher)

Nachhaltig und wirtschaftlich rücken mit Pferden (FOL Ing. Anton Freithofnig)

Zahlt sich Arbeitssicherheit aus? (AL DI Dr. Gerhard Reeh) 

 

"Schilda" im Wald

 Rechtssicherheit bei der Beschilderung im Wald (Mag. Stefanie Wieser)

Risiko Waldbrand

Welche Möglichkeiten gibt es zur Vorbeugung von Waldbränden? (Ao.Univ.Prof. DI Dr. Harald Vacik)

Waldbrand - Rechtliche und Forsttechnische Aspekte (DI Peter Honsig Erlenburg)

Feuerwehreinsatz Waldbrand (Stefan Wernig)

 


Wald.Natur.Wirtschaft – Unser Wald in der Pädagogik

Hier finden sie die Vorträge zum Seminar 

DI Johann Zöscher

Ing. Adolf Kummer

Ing. Fritz Klaura

 

 


Was im Wald so kriecht und krabbelt

Hier finden sie die Vorträge zum Seminar "Was im Wald so kriecht und krabbelt" des Kärntner Forstvereines.

 

Carolus Holzschuh

Adi Kummer

 


Praxisseminar Wald-Wild 2016 - Großräumiges Rotwildmanagement in den Kärntner Nockbergen


v.l.n.r. Dr. Eckart Senitza; Dr. Friedrich Völk; DI Rudolf Reiner, MSc; DI Günther Flaschberger;
Dr. Wolfgang Kornder; DI Thomas Huber

Hier finden sie die Downloads zur wieder sehr gelungenen und fachlich hochwertigen Veranstaltung auf der Hochrindl.

Von harten Kernen und weichen Rändern
DI Thomas HUBER, Wildökologe, Tassach/Afritz

Analyse und Darstellung der Abschuss- und Schälschadensentwicklung auf Basis der wildökologischen Raumplanung
DI Rudolf REINER, MSc, ÖBf Forstbetrieb Pongau und Sirnitz

Waldentwicklung nach Windwurf und Wildschäden in den Bereichen Hochrindl und Flattnitz
DI Günther FLASCHBERGER, Bezirksforstinspektion Feldkirchen

Unsichtbares Rotwild - Veränderungen der Bejagbarkeit in den letzten Jahr-zehnten
DI Dr. Friedrich VÖLK, Wildtierökologie ÖBf AG

(Zusatz Völk: Tierschutzgerechter Alttierabschuss)
 
Grundsätze und Positionen des ÖJV Bayern
Dr. Wolfgang KORNDER, Ökologischer Jagdverein Bayern


Bei der Exkursion am Nachmittag wurde angeregt diskutiert.


Exkursion: Laubholzbewirtschaftung in der Praxis
(Völkermarkt)

Hier finden sie einige Eindrücke von der Laubwaldexkursion des KFV vom 21.April 2016

 


 

Informationstag

Programm:


Kärntner Waldbericht
LFD DI Gerolf BAUMGARTNER, Landesforstdirektion Kärnten, Klagenfurt

Rückblick auf den BFW-Praxistag: Wald.Wasser
Dr. Peter MAYER, Leiter des Waldforschungszentrums BFW, Wien

Österreichische Bundesforste im Focus – Strategie bis 2020
Dr. Rudolf FREIDHAGER, Sprecher des Vorstandes der ÖBF AG, Purkersdorf bei Wien

 

Fichten- versus Laubwaldbewirtschaftung?

Was sagt die ÖWI?
Dr. Klemens SCHADAUER, Institut für Waldinventur, BFW Wien

Wie viel Nadelwald können wir haben, wie viel Laubwald brauchen wir?
Dr. Silvio SCHÜLER, Institut für Genetik, BFW Wien

Optimale Baumartenwahl: Optionen und waldbauliche Umsetzung
Ao. Univ. Prof. DI Dr. Manfred LEXER, Uni BOKU, Wien

Beispielsflächenkatalog des Arbeitskreises Mischwald
Mag. Thomas Brandner, Abt. 10, Landesforstdirektion

 

 


 

BFW-Praxistag 2016: Wasser.Wald

Hier finden Sie eine Nachlese zum BFW Praxistag 2016 - Wald.Wasser


 

Ossiacher Messe für Wald, Holz und Energie

Vom 5. Bis 7. Novemer 2015 veranstaltete der Kärntner Forstverein die Ossiacher Messe für Wald, Holz und Energie. Die Messe wurde am Donnerstag vor 400 Zuhörern am Beginn der Veranstaltung Forsttechnik im Bauernwald von KFV Präsident Johannes Thurn im Alban Berg Saal der Carinthischen Musikakademie eröffnet.

 


Feierliche Eröffnungen im Rahmen von „Forsttechnik im Bauernwald“

Am Donnerstag kamen fast 300 Jugendliche aus Landwirtschaftlichen Fachschulen nach Ossiach um den Vorträgen der Abgeordneten zum Europäischen Parlament Elisabeth Köstinger und FHP Logistker Ing. Raimund Ziegler zu folgen. Dazu kam ein Interview mit den höchst erfolgreichen Unternehmern Josef Konrad und Anton Pfanner die beide 2015 ihr 25. Firmenjubiläum feierten Als Höhepunkt gab Petuschnig Hons aus Schlatzing mit einem „Best of Bauernkaberett“ einen Einblick in sein Programm.
Elisabeth Köstinger ist im Europaparlament seit sechs Jahren unter anderem für die ländliche Entwicklung zuständig. In der EU ist das Thema Wald bzw. Forstwirtschaft nicht mit der Landwirtschaft, sondern mit dem Umweltbereich gekoppelt. Daraus lassen sich schon die unterschiedlichen Zugänge der einzelnen Länder zum Thema Forst erkennen. 3,5 Mio Arbeitsplätze in der EU werden dem Forstsektor zugerechnet. Er ist nach der Metall- und Lebensmittelbranche der drittwichtigste Wirtschaftsfaktor in der Gemeinschaft. Der Rohstoff Holz sollte in Europa stärker in den Vordergrundrücken. Die Lebensmittelversorgung für 500 Mio Menschen funktioniert durch gute Zusammenarbeit der einzelnen Unternehmen. In der Forst- und Holzwirtschaft sind da noch Potentiale vorhanden. Die Vorteile unserer nachhaltigen Waldbewirtschaftung gegenüber einer Außer-Nutzung-Stellung von Waldflächen müssen stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung gelangen. Der heutige Wohlstand der EU-Bürger wurde vielfach auf Kosten der Natur erreicht. Das Programm Green Jobs soll da gegensteuern. Vor allem die Jungen sollten versuchen Strukturen zu ändern. Nicht ausschließlich Wachstum ist für den Betriebserfolg verantwortlich. Gerade die bäuerliche Großfamilie kann mit sozialen Angeboten als Familienbetrieb schlagkräftig und erfolgreich sein. Um die Weichen für die Zukunft richtig stellen zu können, ist Bildung ein ganz wichtiger Faktor um rechtzeitig reagieren zu können.
Raimund Ziegler von FHP und Geschäftsführer von Felix Tools sprach über den Prozess der Holzvermarktung. Der Wald muss Lebens- und Wirtschaftsraum sein. Die Waldbesitzer dürfen keinesfalls „Ablieferer“ sein. Sie sind gefordert den Prozess der Holzvermarktung zu beherrschen und zu gestalten. Moderne, richtig eingesetzte Forsttechnik hilft dabei und ein bestens, auch digital organisierter Logistikprozess stellt auch in harten Zeiten sicher, dass Erfolge erwirtschaftet werden. Neue genauere Methoden zur Rundholzvermessung und -klassifizierung sind eine Chance mehr Transparenz zu schaffen und sollten nicht bekämpft werden. Holz ist der Werkstoff der Zukunft. Es gibt kaum einen Werkstoff der so vielfältig verwendbar ist. Holzbau, Energie, Papier, Zellstoff sind nur die Hauptanwendungsgebiete. Recht bedrohlich aber nachvollziehbar war die Aussage Zieglers, dass wer keinen positiven Erlös aus seiner Waldbewirtschaftung erzielt als Bewirtschafter bzw. Bewirtschafterfamilie abgelöst werden wird. Anton Pfanner und Josef Konrad gaben den jungen, in der Ausbildung stehenden Zuhörern im Interview mit DI Johannes Kröpfl von der SVB wertvolle Tipps für den Einstieg in ihr Berufsleben. Zum Thema Green Jobs waren sich die beiden einig, dass „Green“ nicht nur eine Marketingidee sein dürfe, sonder gelebt werden müsse.
Beim anschließenden Forstquiz bei dem die Schüler mit Fragen zum Vormittagsprogramm und forstlichen Fachgebieten konfrontiert wurden, setzte sich Lukas Wranze vom Goldbrunnhof bei den Burschen und Sabrina Glanzer-Unterscheider vom Stiegerhof bei den Mädchen gegen die starke Konkurrenz durch. Bei der Siegerehrung ließen es sich die Ehrengäste nicht nehmen die wertvollen Preise persönlich zu übergeben.

 


Siegerehrung Forstquiz Damenwertung: h.v.l.n.r. DI Johannes Kröpfl; ÖR Josef Steiner; ÖR Franz Schmid;
Präs. Johannes Thurn; KR Hannes Messner-Schmutzer; DI Johann Zöscher; v.v.l.n.r. Tanja Schönegger;
Sabrina Glanzer-Unterscheider; Katharina Gfrerer

 


Siegerehrung Forstquiz: h.v.l.n.r. DI Martin Huber; DI Johannes Kröpfl; ÖR Josef Steiner; ÖR Franz Schmid; Präs. Johannes Thurn;
KR Hannes Messner-Schmutzer; DI Johann Zöscher; v.v.l.n.r. Philipp Karnitschnig; Lorenz Auer; Lukas Wranze; David Köffler; Joachim Katz;
Christian Hasler

Ergebnisliste: Forstquiz 2015

Der zweite Messetag stand im Zeichen der Ladegutsicherung. Dieses Thema wurde in einem halbtägigen Seminar mit praktischen Übungen von Herrn Ing. Franz Kopr bearbeitet. Der AUVA Sicherheitsprofi zeigte anhand von vielen anschaulichen Beispielen wie wichtig dieses leider oft vernachlässigte Teil der Verkehrssicherheit ist. Die Ladung darf den normalen Fahrbetrieb nicht beeinflussen. Die Sicherung ist auf verschiedene Arten möglich. Im Idealfall wird eine formschlüssige Sicherung zum Beispiel durch Direkt- oder Diagonalzurren angestrebt. Eine andere Möglichkeit sind kraftschlüssige Sicherungen durch niederzurren. Durch rutschhemmende Materialien kann die Reibung erhöht werden. Die Verzurrung kann dann schwächer dimensioniert werden. Ein wichtiger Punkt bei der Ladegutsicherung ist die Tatsache, dass sich Ladegut während des Transportes verformen kann und die Verzurrung dadurch unwirksam wird. Auch dagegen müssen Vorkehrungen getroffen werden bzw. ist gegebenenfalls die Ladegutsicherung während des Transportes zu überprüfen.

 


Fachgespräche auf der gut besuchten Messe

Der Forstliche Unternehmertag am Samstag stand im Zeichen von Innovationen und Zertifizierungen. DI Nikolaus Nemestothy von der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort des BFW, präsentierte die technischen Innovationen der letzten Zeit. Aus beinahe 40 Nominierungen anlässlich der AUSTROFOMA wurden 15 Favoriten in die engere Wahl gezogen. Die drei Bestplatzierten, Forsttechnik Koller, Fa. Stepa und Fa. Jenz, stammen erfreulicherweise alle aus Österreich.
Punkto Qualitätssicherung wird zukünftig die Zertifizierung der Forstunternehmer im Rahmen der PEFC eine wichtige Rolle spielen. Ausbildung, ökologische Pfleglichkeit stellen die Eckpunkte dar. Als Zertifikatsgeber wird in Österreich das BFW fungieren. Einer der größten Forstunternehmer Österreichs kam mit seinem Führungspersonal zum Seminar. Er unterstrich die Bedeutung von qualitativ hochwertiger Forstarbeit und er ist auch bereit die Mühen der Zertifizierung auf sich zu nehmen. Allgemein wurde die Zertifizierung, eine reelle Finanzierbarkeit vorausgesetzt, begrüßt.
Die Organisation von Erster Hilfe bei Forstunfällen und die neue Schlepper Betriebsordnung waren die weiteren Themen für die Forstunternehmer.
Im Seminar ergaben sich angeregte Diskussionen. Ein Beweis dafür, dass es sich um Herausforderungen handelt, die von den Unternehmern gerade zu lösen sind. Auflockerung brachte der letzte Vortrag. Moderne Unterlagen für die Unterweisung bei Forstlichen Arbeiten. Neu Vortragsunterlagen, gestützt auf Fotos und Videos erleichtern die Verständlichkeit bei Unterweisungen. Die Unterweisung hat sich in den letzten Jahren vom Befehl zur fachlichen Diskussion entwickelt, in der Praxis, Theorie und vor allem Sicherheit breiten Raum finden.
Die anwesenden Besucher nutzen die Veranstaltung für Fachdiskussionen und Erfahrungsaustausch.

 


Modernste Seilkrantechnik auf der Ossiacher Messe

Während der drei Messetage stellten 90 Aussteller am und um das Gelände der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach des BFW ihre Produkte aus bzw. informierten sie die Besucher über ihre Dienstleistungen. Ca. 4.000 Besucher nutzten die Messe um sich über Neuigkeiten bei der Waldbewirtschaftung zu informieren.


Thementag: Weißtanne – Baum des Jahres 2015
Am 29. Oktober veranstaltete der KFV den Thementag: Weißtanne - Baum des Jahres 2015. Den Teilnehmer wurde von Dr. Georg Frank und Dr. Silvio Schüler die Tanne als waldbauliche Alternative im Klimawandel mit interessanten Verbreitungsgebieten präsentiert. Obwohl Tannenholz derzeit nicht besonders stark nachgefragt wird, konnte DI Michael Grabner anhand eines Rückblickes in lange vergangene Zeiten zeigen, welche hervorragenden Holzeigenschaften die Tanne besitzt. Tannenbewirtschaftung in der Praxis sahen die Teilnehmer im ÖBF Revier Ossiacher Tauern bei Revierleiter FÖ Ing. Stefan Bayer.
Genetisch gesehen kann die Tanne in einen östlichen und westlichen Typ unterteilt werden. Ein Refugium am Apenin ist der Ursprungsort aller europäischen Tannen. Durch Konkurrenz und menschlichen Einfluss hat die Tanne nie ihr volles Ausbreitungspotential erreichen können.
In Versuchen wurde gezeigt, dass die Tanne unterschiedliche genetische Potentiale besitzt. Daher ist auch bei ihr eine sorgsame Auswahl der Herkunft unumgänglich. Die verwendeten Herkünfte sollen an regionale Umweltbedingungen (Frosthärte, Austriebszeitpunkt, Trockenstressneigung) gut angepasst sein. Die Forstgenetik verfolgt zusätzlich das Ziel Höhenwachtum und Schaftform zu optimieren. Die Nachfrage nach Tannensaatgut steigt, da sie vermehrt als waldbauliche Alternative gepflanzt wird. Pro Jahr werden derzeit ca. 1 Mio. Tannenpflanzen vermarktet. Die richtige Herkunft ist über die Webseite www.herkunftsberatung.at leicht zu ermitteln. Das forstliche Vermehrungsgutgesetz ist dabei ein wichtiger Grundpfeiler für die standordgerechte Waldverjüngung.
In Zukunft wird die Tanne nur in kleinen Teilen ihres Verbreitungsgebietes durch den Klimawandel ausfallen. Durch ihre Eigenschaft, Trockenstress besser zu verkraften als die meisten anderen Baumarten wird sie ihr Verbreitungsgebiet vergrößern.
Am wohlsten fühlt sich die Tanne im montanen Bergwaldklima. Wobei sie sich an trockeneren und subkontinentaleren Standorten, gegenüber der Buche gut durchsetzen kann. Die Tanne benötigt mindestens drei Monate Vegetationszeit und ist damit wärmebedürftiger als die Fichte.
Sie bevorzugt nachhaltig frische, tiefgründige Braunerden. Auf kalkreichen Böden wird die Buche zur Konkurrenz. Auf Pseudogleyen mit mangelnder Bodendurchlüftung ergeben sich oft Tannen-Zwangsstandorte.
An Tannenstandorten sollte ein rascher Streuabbau erfolgen und der ph-Wert nur mäßig sauer sein. Mit ihrer genetisch bedingten Pfahlwurzel hat sie die Möglichkeit den Boden besser aufzuschließen als z. B. Lärche und Kiefer. Auf armen Standorten profitiert sie von ihrer großen Feinwurzelintensität.
In den natürlichen Waldgesellschaften kommt die Tanne im supalpinen und montanen Fichten-Wald sporadisch, meist reliktisch vor. Im Fichten-Tannen-Wald dominiert heute meist die Fichte. Ursprünglich gab es dort reichlich Tanne. Im Fichten-Tannen-Buchenwald dominiert je nach Substrat und Klima eine dieser drei Baumarten. In einigen anderen Waldgesellschaften kommt sie sporadisch vor.
Im Kahlschlagbetrieb ist die Tanne stark benachteiligt. Sie braucht lange Verjüngungszeiträume mit einer langsamen und unregelmäßigen Abdeckung des Schirmes.
Deondrochronologische und holztechnische Untersuchungen geben einen guten Einblick in die frühere Bedeutung der Tanne. Im Bergbau aber auch im Holzbau (Dachstühle von Kirchen) wurde ein sehr hoher Tannenholzanteil, von oft über 50% gefunden.
Auch beim Studium historischer Literatur findet man Belege für die bevorzugte Verwendung von Tannenholz und auf dessen hervorragende Holzeigenschaften.
Derzeit ist Tannenholz vom Jura bis Vorarlberg gut nachgefragt. In anderen Gebieten muss man leider oft Preisabschläge akzeptieren
Die Exkursion ins Revier Ossiacher Tauern mit unterstrich nochmals das große Potential der Tanne. Besichtigt und diskutiert wurden Altbestände mit flächiger Tannenverjüngung und ein daraus resultierendes, kleinflächiges Tannen-Stangenholz mit zumindest 9/10 Tannenbestockung. Am dritten Exkursionspunkt stellte Dr. Frank ein Schutzgebiet mit ca. 200 Jahre alten Tannen vor, die wahrscheinlich die höchsten Tannen Österreichs sind.
Die Tanne wurde in den letzten Jahren stark zurückgedrängt. Sie hat jedoch großes Potential im Klimawandel zu bestehen. Waldbaulich richtig behandelt und vor zu hohen Wilddichten geschützt, könnte die Tanne auch aufgrund ihrer hervorragenden technologischen Eigenschaften wieder an Bedeutung gewinnen.

 

Hier finden sie die Vortrage zur Nachlese:

Zur Genetik und Herkunft der Weißtanne
Dipl.‐Biol. Dr. Silvio Schüler, Institut für Waldgenetik des BFW

Klimatische Aspekte und standörtliche Bindung; Waldbauliche Behandlungsstrategien und Gefährdungspotenziale
DI Dr. Georg Frank, Institut für Waldwachstum und Waldbau des BFW

Vermarktungs‐ und Verwendungsmöglichkeiten für Tannenholz – technologische Eigenschaften
DI Dr. Michael Grabner, Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe, BOKU

 


 

Praxisseminar Wald-Wild 2015
Beendigung der Rotwildfütterung in den Gailtaler Alpen

Bei diesem hochkarätigen Seminar wurde ein Anfang gemacht, der aber noch viel Konsequenz und Aufmerksamkeit erfordern wird.
Wir wünschen allen Akteuren viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung.


Die Vortragenden haben ihre Präsentationen zur Nachlese zur Verfügung gestellt.

Projektvorstellung "Rotwildbewirtschaftungskonzept Foscari" (Lebensraum, Rotwildpopulation, Fütterungsauflösung, Konsequenzen)
FD Dipl.Ing. Martin STRAUBINGER, Paternion

Wildökologische Begleituntersuchungen zur Fütterungsauflösung im Forstbetrieb Foscari (Raum-Zeit-Verhalten, Ergebnisse der Telemetriestudie)
DI Horst LEITNER, freiberufl.Wildbiologe, Klagenfurt

Erfahrungsbericht über eine Fütterungsverlegung und –auflösung aus dem Bezirk Murau (Fallbeispiel Freßnach /Revertera)
DI Harald BRETIS MSc, Wildbiologe u. Jäger, Sirnitz

Rotwildmanagement – Jagdstrategie und Fütterung (Praxisbeispiele aus der Schweiz, Liechtenstein und Bayern)
Dr. Peter MEILE, freiberufl. Wildbiologe, Schweiz

Jagdmanagement im Revier Laubau (Ruhpolding) – Voraussetzung für erfolgreichen Waldbau
Franz OBERMAYER Revierleiter Laubau, Forstbetrieb Ruhpolding, Bayerische Staatsforsten

 

Ergänzende Literatur:

Zusammenfassung Rotwildprojekt Foscari (Horst Leitner)

WALD - WILD - STRATEGIE 2000 (Peter Meile)

Verbesserung der Wildlebensräume einbeziehen (Peter Meile)

Beitrag für ein Konzept zum Umgang mit dem Schalenwild und seinen Lebensräumen und zur Sicherung des Bergwaldes in den Hegegemeinschaften Werdenfels-Ost und Werdenfels-West (Peter Meile)

Forstleute vermehrt in Diskussionen über den Wald einbinden
FV Foscari stellt Wildfütterung ein (Roman Schmiedler)

Jagd ist Voraussetzung (Richard Stocker)

Rotwild Konzeption Südschwarzwald

 

Die Veranstaltung war mit über 100 Teilnehmern sehr gut besucht.

Weitere Fotos finden sie hier.


Wald- und Wildkräuter

Auf die Suche nach Giersch und Wiesenknopf machten sich die TeilnehmerInnen vom Seminar „Wald- und Wildkräuter“ am Dienstag, den 19. Mai. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die schmackhaften Kräuter gesammelt und im Anschluss zu  Köstlichkeiten, wie Wiesensalbeipalatschinken oder Gierschpesto, verarbeitet und selbstverständlich auch gleich verkostet. Mit Tipps zu Ernte und Verarbeitung von Wald- und Wiesenkräutern und vielen Rezepturen ging dieses von Mag Evelin Kramer-Fröschl geleitete Seminar zu Ende.

 

 

Download:


 Exkursion: Laubholzbewirtschaftung in der Praxis (Hermagor)


Eindrücke von der Exkursion in Hermagor

 
Ca. 35 Personen nützten die Gelegenheit und besuchten dies Praxisexkursion. Besonders die Astung der Z – Bäume, die gemeinsame Auszeige der Bedränger und die anschließende Freistellung durch die Mitarbeiter des Kärntner Waldpflegevereines haben die Teilnehmer stark beeindruckt. Im Dickungsstadium konnten die Teilnehmer persönlich Hand anlegen und die notwendigen Formschnitte gleich selbst ausführen.

Anhand der unterschiedlichen Entwicklungsstufen war sehr gut zu erkennen wie positiv sich Laubholzbestände bei guter Plege entwickeln. Die Differenzierung geht in wenigen Jahren von statten. Die ersten vielversprechenden Stämme regten bei so manchem schon Gedanken zur Vermarktung an.


Jahreshauptversammlung 2015 und forstlicher Informationstag

Die Jahreshauptversammlung wurde vom Vizepräsident DI Bernhard POKORNY geleitet, da Präsident Johannes Thurn-Valsassina verhindert war. Die Versammlung verlief sehr harmonisch. Die Neuwahl des Vorstandes und des Ausschusses wurde einstimmig beschlossen. Die hohe Förderlastigkeit des Vereins war ein Diskussionspunkt. Es soll eine Strategie entwickelt werden, wie der KFV bei einer möglichen Verminderung der Zuschüsse seine Aufgaben weiter möglichst gut erfüllen kann.
Die Resulution GLOBAL DENKEN – LOKAL HANDELN! Aufruf für eine verantwortungsbewusste Energie- und Klimapolitik in Österreich wurde mit großer Mehrheit beschlossen.

Resolution.pdf

Der forstliche Informationstag fand großes Interesse. Ca. 100 Besucher nahmen daran teil.
Der Kärntner Waldbericht vom LFD DI Gerolf Baumgartner befasste sich mit den Themen: Wildschäden, Schadholz durch den Klimawandel; Arbeitskreis Mischwald; Waldpflegeverein und forstliche Förderungen. DI Pirtscher ergänzte seine Ausführungen mit dem derzeitigem Stand der Fördersituation. Ansuchen für forstliche Förderungen sollten spätestens im Juni wieder möglich sein.
Den Vortrag von LFD Baumgartner finden sie hier als Download.

BFW Leiter Dr. Peter Mayer fasst den BFW Praxistag zum Thema Wald und Biodiversität zusammen. Details dazu finden sie unten.

Über den Klimawandel und seine globalen Folgen referierte Frau Dr. Helga Kromp-Kolb vom Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der BOKU. Sie brachte sehr anschauliche Beispiele, an den sich eine weltweite Erwärmung erkennen läßt. Prognosen für die Zukunft lassen sich allerdings schwer erstellen, da Reaktionen des Gesamtsystems nicht kalkulierbar sind. Den Vortrag finden Sie hier als Download.

Die Bedeutung der Waldwirtschaft für den Kohlenstoffhaushalt erklärte Univ. Prof. Dr. Hubert HASENAUER vom Institut für Waldbau an der BOKU. Nachhaltige Waldwirtschaft hat große Vorteile für den Klimaschutz. Holz substituiert fossile Brennstoffe und bei kaskadischer Verwendung von Holz wird Kohlenstoff oft über lande Zeit gebunden. Den Vortrag können sie hier herunterladen.

Holz verwenden heißt Klima schützen! Behauptet Dr. Erwin THOMA von der Thoma Holz GmbH. In einem spannenden Vortrag zeigte er viele Beispiele auf, wie Holz intelligent genutzt werden kann. Interessant und neu war auch seine Aussage, dass Mehrkosten beim Bau von hochwertigen Gebäuden aus Holz durch die geringeren Betriebskosten für Heizung und Kühlung mehr als egalisiert werden. Dr. Thoma hat mehrer Bücher zu diesem Thema verfasst die im Buchhandel erhältlich sind.

 


Waldpädagogen-Stammtisch: Informationsnachmittag „Rezertifizierung“

Qualitätssicherung in der Waldpädagogik. Waldpädagoginnen und Waldpädagogen, die wichtigsten Bindeglieder zwischen der Forstwirtschaft und der urbanen Bevölkerung, müssen jetzt periodisch um eine Verlängerung ihres Zertifikates ansuchen. Bis 31. März 2016 werden die ersten bisher gültigen Zertifikate ihre Gültigkeit verlieren und eine Rezertifizierung notwendig machen.
Damit sie diesem Termin stressfrei entgegen sehen können und um einen Verfall ihrer Zertifizierung zu verhindern, veranstaltete die Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach des BFW am 20. Februar 2015 einen Informationsnachmittag.

Erläuterungen zum Erlass „Zertifikatslehrgang zum/zur zertifizierten Waldpädagogen / Waldpädagogin“ und Rahmen-bedingungen für die Rezertifizierung
ADir. Ing. Thomas Baschny, BM für ein lebenswertes Österreich

Welche Botschaften will die Forstwirtschaft transportiert wissen?
DI Johann Zöscher; Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach des BFW

Wem gehört der Wald? Was dürfen Waldpädagogen im Wald?
Dr. Mario Deutschmann, Rechtsabteilung der LK-Kärnten


 BFW Praxistag 2015 - Biodiversität im Wald

Der BFW-Praxistag 2015 griff diesmal das Thema Biodiversität im Wald auf. International und national haben verschiedene Verpflichtungen aus der internationalen und EU-Biodiversitätsstrategie spürbaren Einfluss auf die Gestaltung der Wald- und Umweltpolitik und damit auf die Verwaltung, Kammern, WaldbesitzerInnen und WaldbewirtschafterInnen. Was macht die Biodiversität im Wald aus und welchen Maßnahmen sind für die Biodiversität im Wald bedeutend? Diese und andere Fragen diskutierten Expertinnen und Experten am BFW-Praxistag 2015.

Bericht im Kärntner Bauer.pdf

Link zu den Vorträgen (BFW)


 Seminar: Tragbare Wildbestände in einer Kärntner Modellregion


Wie reduziert man richtig ? - Bestandesreduktion und Strukturaufbau - geht das zusammen?
DI Harald Bretis, MSc


"Rotwildmanagement im Kanaltal" - Jagdstrategie & Methoden in Tarvis
Dot.Paolo Molinari


"Rotwild - Umgang mit einer "jungen" Wildart in Südtirol" - Bestandesentwicklung, Jagdstrategie und Wildschäden in Südtirol
DI Lothar Gerstgrasser


Sinn und Unsinn der Rotwildfütterung
Univ.Doz.Dr. Armin Deutz


 

Seminar: Baumartenportrait Douglasie: Herkunft, Pflege, Verarbeitung

Alternativ Baumart Douglasie: Waldbauliche Behandlungsstrategien (10MB)
DI Werner Ruhm, Institut für Waldwachstum und Waldbau des BFW, Wien

Douglasienbewirtschaftung in der Praxis - Erfahrungen eines Kärntner Forstbetriebes
(2,5MB)
DI Andrea Fürst, Gutsverwaltung Eberstein, St. Veit

Zukunft braucht Herkunft: Genetik im Fokus
(10MB)
Dipl.-Biol. Dr. Silvio Schüler, Institut für Waldgenetik des BFW, Wien



Das Referenten Team: Ing. Lambert Weißenbacher, Dipl.-Biol. Dr. Silvio Schüler,
FM DI Andrea Fürst, DI Werner Ruhm (v.l.n.r.)

Rückblick 1. Green Care WALD Tagung am 23.5.2014

Green Care WALD (SC DI Gerhard MANNSBERGER)

Green Care - neue Wege, neue Chancen (Mag. (FH) Nicole PROP)

Green Care in Kärnten (DI Michaela KÜRNER)

Gesundheitswirkungen von Waldlandschaften (Prof. Renate CERVINKA & Prof. Arne ARNBERGER)

Bildungsangebote Green Care WALD (DI Johann ZÖSCHER)

Soziale WALDArbeit aus sozialpädagogischer Sicht (Ursula SCHEER)

WALDgeragogik als Beitrag zur Gesundheitsförderung im Alter (Georg ZEILINGER)

WALDProjektwochen aus psychodynamischer und schulärztlicher Sicht (Dr. Hildegard TRITTENWEIN)

WALDProjektwochen aus der Sicht eines Forstbetriebes (DI Thomas SCHENKER)


 

 

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